Solidarität als zentrale Herausforderung unserer Zeit
Der Begriff „Solidarität für EINE Welt“ ist nicht nur namensgebend für unseren Verein, sondern auch ein gewagter, jedoch umso bedeutsamerer Titel für eine kurze Wortmeldung in der heutigen Zeit. Unsere Welt ist derzeit alles andere als „solid“, sondern geprägt von Unsicherheit, verursacht durch kriegerische Provokationen und Konflikte, wirtschaftliche Volatilität, politische Willkür und klimabedingte Herausforderungen. Die Folge dieser Verunsicherung ist oft eine Konzentration auf das, was einem am nächsten und wichtigsten ist. Das ist grundsätzlich nicht negativ – im Gegenteil. Dennoch besteht die Gefahr, dass Solidarität mit unseren Mitmenschen, insbesondere mit den Schwächsten und Bedürftigsten, vernachlässigt oder sogar ignoriert wird.
Formen der Solidarität
Solidarität kann auf verschiedene Weise gelebt werden. Sie kann gedanklich erfolgen, indem man sich in andere einfühlt und mit ihnen mitempfindet. Neben Empathie kann Solidarität auch darin bestehen, sich für Schwächere stark zu machen, für sie einzustehen und das Wort zu ergreifen. Darüber hinaus kann Solidarität auch aktiv und tatkräftig gelebt werden: Gemeinsam mit anderen etwas anzupacken, zu bewegen oder zu gestalten, um die Solidarität gleich auf allen drei Ebenen zu festigen.
Unser aktuelles Engagement
Der Verein Solidarität für EINE Welt beschreitet seit vielen Jahren diesen dritten, aktiven Weg der Solidarität. Seit unserer Gründung haben wir zahlreiche Projekte und vor allem Menschen in unterschiedlichen Teilen der Welt begleitet. In den letzten zwölf Jahren waren wir im bolivianischen Hochland engagiert und unterstützten dort den Aufbau eines Bildungssystems. Ziel war es, lokalen Jugendlichen durch Ausbildung in verschiedenen Berufen Zukunftsperspektiven zu eröffnen, sodass sie ihr erworbenes Wissen und ihre Fähigkeiten in die lokale Gesellschaft zurückbringen können.
Aus diesem ursprünglich bescheiden geplanten Projekt entwickelte sich im Laufe der Jahre, dank vieler engagierter Menschen, eine weitreichende, diversifizierte gesellschaftliche Lebensgrundlage, die inzwischen selbsttragend weiterbestehen und wachsen kann.
Neues Projekt «Elikia Lubungu» in der Demokratischen Republik Kongo
Mit dem Abschluss unseres Projekts in Südamerika starten wir ein neues Projekt in der Demokratischen Republik Kongo. Initiiert durch unseren Pfarrer César Mawanzi sowie mithilfe eines deutschen Vereins aus seiner Zeit in Deutschland, ist dieses Projekt bereits im Begriff des Gedeihens. Um dieses Projekt wachsen und zur Blüte bringen zu lassen, bedingt es unter anderem des Wassers. Dank unserer Unterstützung und dem grossartigen Erlös eines Benefizkonzerts in der katholischen Kirche Rüti-Dürnten-Bubikon vom vergangenen Juni konnte ein Trinkwasserbrunnen erschlossen werden, der die Grundlage für unser weiteres solidarisches Engagement bildet.
Verbindung von Nahrung und Bildung
Unser diesjähriges Motto lautet «Nahrung und Bildung». Diese beiden zentralen Begriffe verbinden unser letztes und unser neues Projekt miteinander. Was sie bedeuten, wie sie zusammenhängen und wie sich unsere Projekte konkret entwickelt haben und weiterentwickeln werden, erfahren Sie auf unserer Homepage, im neu veröffentlichten „Rägeboge“ oder am Solidaritätssonntag am 16. November in der Katholischen Kirche Rüti-Dürnten-Bubikon.
Wir laden Sie herzlich ein, am Gottesdienst mit anschließendem Apéro teilzunehmen und gemeinsam ein Zeichen der Solidarität zu setzen.
Patrick Thür